Zwei Welten, die in kein Standard-Tool passen.
Patientify ist 2020 in Oberbayern gestartet. Die Gründungsmotivation kam aus direkten Praxis-Gesprächen: Privatärzte mit GOÄ, Heilpraktiker mit GebüH, Therapie-Praxen mit Heilmittel-Abrechnung – alle drei Welten haben ihre eigenen Ziffern, eigene Dokumentationspflichten und eigene Abrechnungs-Empfänger. Die gängigen Praxissoftware-Systeme sind für genau eine dieser Welten gebaut: Doctolib und medatixx für die GKV-Regelversorgung, THEORG für reine Therapeuten-Praxen. Wer gemischt arbeitet – und in Deutschland wächst der Anteil von Praxisgemeinschaften mit mehreren Berufsgruppen stetig – zahlt dafür mit Workarounds und Excel-Nebenrechnungen.
Patientify positioniert sich bewusst zwischen den etablierten Lagern: eine Praxissoftware, die GOÄ, GebüH und Heilmittel in einem System abbildet – mit einer Patientenakte, die über Berufsgruppen hinweg geteilt werden kann. Praxen mit Arzt, Psychotherapeutin und Ergotherapeut unter einem Dach müssen die Akte einer gemeinsamen Patientin nicht mehr zwischen drei Systemen synchronisieren.
Was Patientify nicht macht
Patientify richtet sich nicht an GKV-Vertragsärzte. In der Regelversorgung dominieren medatixx, CGM Turbomed und – im Terminmanagement – Doctolib. KV-Anbindung, Zulassungsverfahren, EBM-Abrechnung: das ist ein anderes Produkt. Patientify bleibt bei Privat-, Selbstzahler- und Heilmittel-Welt – ernsthaft und fokussiert, nicht als Nebenschauplatz.